Der Irrsinn des Systems

„Wir brauchen jedes Jahr 3% Wirtschaftswachstum.“

Das wurde mir im Wirtschaftsunterricht gesagt. Ich hielt, das für sehr fragwürdig, da ja ein Wachstum der Wirtschaft vollkommen sinnlos ist, weil doch niemand hungern (pauschal gesagt) musste in Deutschland, weder im Jahr zuvor oder in dem davor liegenden Jahr. Außerdem ist doch der Auto-Markt schon seit mehreren Jahren in Deutschland gesättigt. Wozu also noch die Produktivität steigern? Aber ich fand die Antwort auf die Frage.

Wir haben ein Schuldgeldsystem. Wer nicht weiß wie es funktioniert, der sollte hier diesen Blogartikel von mir lesen „Geld und Schulden in der Welt“ oder dieses Video ansehen „Wie funktioniert Geld?„. Es ist wichtig für das Verstehen des Textes.

Durch die stetig steigende Zinslast des Systems, ist es notwendig in immer kürzerer Zeit immer mehr Geld anzuhäufen. Bis zu einem Punkt X absolut kein Problem, aber irgendwann beginnt selbst das export-stärkste Land zu schwächeln.

Warum?

Ein Export-Land muss exportieren -logisch, jedoch kann es das nur, wenn die Nachbarländer in der Lage sind die Export-Waren zu kaufen. Im System entsteht eine Krise. Länder, die weniger stark sind in der Wirtschaft, also nicht Waren oder Dienstleistungen ihren Nachbarn anbieten können, sind schnell im Zinseszugzwang. Der Staat würde sich heillos verschulden, wenn er nicht irgendwie Gewinne einfährt. Da der Staat Steuern erheben kann bleibt er im Prinzip solange zahlungsfähig, wie seine Bürger diese bezahlen können -man spricht beim Staat auch vom „perfekten“ Schuldner.

Jetzt ergibt sich folgendes Gebilde:

Ein wirtschaftlich sehr starker Staat, der viel exportiert und Konkurrenten alt aussehen lässt, wobei „Privatisierung“ dort großgeschrieben wird, genauso wie „Marktöffnung“, „freie (soziale) Marktwirtschaft“ und „Deregulierung“. Im Land selbst entstehen wichtige und einflussreiche Industriezweige, die für die Erhaltung des gesamten Staates und der Zahlungsfähigkeit durch Steuern unerlässlich sind. Diese Industriezweige wissen um ihre Relevanz und bringen Interessenvertreter in die Politik -Lobbyisten, welche für das jeweilige Unternehmen gute Vorteile erarbeiten und sie noch weiter wachsen lassen. Mithilfe vom gezielten Untenhalten der Löhne wird auch ein Wirtschaftswachstum erreicht, ebenso wie durch die Ablösung der Vollzeitstelle durch die Kurzarbeit oder Leiharbeit

Politisch gesehen, wäre ein solches System immer eine Oligarchie. Ungeachtet der Tatsache, dass die Politiker gewählt werden vom Volk oder nicht.

Wieso?

Wie gut sind Volksvertreter, wenn sie sich von den wirtschaftsstärksten Industriezweigen kaufen lassen? Sie sind gar nicht gut. Sie sind in diesem Fall nicht einmal mehr „Volks“vertreter, sondern bestenfalls „Wirtschafts“vertreter und lassen jegliche demokratische Struktur links liegen. Die Folge eines solchen polit. Systems wären:

  • falsche Wahlversprechen, damit man zum wiederholten Male gewählt wird
  • korrupte Politiker
  • sinkende Wahlbeteiligung (durch falsche Versprechen)
  • mehr Rechte für Arbeitgeber (AG)
  • Ausbeutung der Arbeitnehmer (AN)
  • Missachtung der Verfassung/Grundgesetz für größere wirtschaftliche Gewinne
  • Erhöhung der Steuern für AN und Steueroasen/-Schlupflöcher für AG
  • immenser Lobbyismus usw.

Schauen wir mal in Deutschland vorbei und prüfen die derzeitige Situation:

  • falsche, bis sehr schwach umgesetzte, Wahlversprechen von den Grünen, SPD, CDU/CSU und FDP
  • korrupte Politiker wie: Wolfgang Schäuble von der CDU, viele von der FDP und allgemein jeder Politiker, der falsche Versprechen gemacht hat, um wiedergewählt zu werden
  • knapp 50% Wahlbeteiligung in DE
  • Leiharbeit, Kurzarbeit lösen langsam aber sicher die Vollzeitbeschäftigung ab (Arbeitslosigkeit sinkt, aber die Löhne für die Arbeit auch)
  • kurze Erinnerung an: Hartz-IV, ESM, den Umgang der Demonstranten von Blockupy Frankfurt etc.
  • Steuerschlupflöcher hat DE wie Sand am Meer und ein fragwürdiges Verfahren der Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung
  • DE hat eine Pharmalobby, die geradezu Mafia-Strukturen aufzuweisen hat und die Finanzlobby war noch niemals so mächtig, wie heute

Man merkt ganz schnell, wo wir uns momentan befinden mit DE und auf welchen Weg wir zu steuern. Wie lange wir uns das Theater von unseren Politikern noch gefallen lassen wollen, liegt ganz alleine bei uns. Einfach mal ganz genau überlegen, wen man wählt und ob diese Partei jemals das gemacht hat, was sie versprochen hatte. Hier ein paar „Hinweise“.

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