Rösler in Hochform

Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander in Deutschland. Das ist Fakt. Die Einkommensverteilung sowie die Gewinne aus dem Wirtschaftswachstum sind und werden zu stark ungleich verteilt. Das ist Fakt. Je größer die Schere zwischen ganz Arm und ganz Reich, desto unzufriedener sind die Menschen. Das ist Fakt. In Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die arbeiten können/ dürfen, aber kaum richtig davon leben können. Das ist Fakt.

Okay. Jedoch bleibt die Frage: „Was heißt das jetzt genau?“

Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer, durch die starke ungleiche Verteilung von Einkommen und Wachstumsgewinne. Hieraus erwächst ein Ungerechtigkeitsempfinden, das unbedingt Beachtung finden sollte, denn sonst wird es zu einer Umwälzung des Systems kommen, die von unten nach oben gehen wird. Und gab es nicht schon mal diese Schicht in der Geschichte? Wie nannte man sie doch gleich? Proletariat. Ein Begriff geprägt von Marx, genauso wie die Akkumulationstheorie. Also dass reiche Menschen durch den Kapitalismus noch reicher werden und arme Menschen noch ärmer -bis zum Nullpunkt. Kurz: Das Problem ist NICHT neu.

Hören wir uns mal Herrn Dr. Philipp Rösler an was er dazu meint.

„Es gibt da eine aktuelle Studie, wo man die Menschen mal abgefragt hat, welche Bedeutung hat das Thema Gerechtigkeit für die Menschen. Und wir haben gesehen, Chancengerechtigkeit wird deutlich höher bewertet als Verteilungsgerechtigkeit. Also jeder muss die Möglichkeit bekommen durch einen Arbeitsplatz, durch einen Job für sich und seine Familie das Beste erreichen zu können.“

Wer den Widerspruch in dieser Aussage erkennt, der wird jetzt zu dem Entschluss kommen, dass Herr Dr. Philipp Rösler ein Selbstmordrhetoriker ist. Er ist in der Lage innerhalb von Sekunden sich selbst zu widersprechen und das sollte schon gekonnt sein.

Hier zur allgemeinen Belustigung noch zwei Karrikaturen.

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Gehen wir mal weiter auf das Thema „Gerechtigkeit“ ein, aber legen wir unser Augenmerk auf die „Vermögensverteilung“ weltweit.

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Das reichste Zehntel besitzt über 80% des weltweiten Vermögens

Zugegeben, dieses Diagramm ist leider veraltet, weil es aus dem Jahr 2000 ist, nichtsdestotrotz würde es heute kaum anders aussehen, vielleicht sogar noch ungleicher. Wir brauchen keinen Experten, der uns diese Balken erklärt, denn wir alle wissen, dass es Menschen gibt, die einfach so exorbitant viel besitzen, und das in keinem Verhältnis zum „normalen“ Menschen steht. Es gibt einfach keinen Job, der so bedeutend und produktiv ist, dass man den Arbeiter mit einer Million im Monat bezahlen muss. Auch kein Chefposten kann so fernab jeglichem Maßstabs ausgezahlt werden. Warum also nicht endlich eine Einkommensgrenze festlegen? Wie hoch? Darüber sollte man gemeinsam diskutieren und warum nicht gleich hier?

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  1. #1 von Paul W. am März 16, 2013 - 5:14 am

    Solange es keine Änderung – Demokratisierung – des Geldsystems gibt, wird sich gar nichts nirgendwo ändern. Dabei bleibt es völlig egal, welche Partei regiert oder regieren möchte.

    http://www.margritkennedy.de/index.php?lang=DE

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/im-gespraech-margrit-kennedy-geld-kann-nicht-fuer-uns-arbeiten-1731419.html

    http://monetative.org/

    http://www.geldreform.de/

    Wenn ein Staat das Monopol auf die Geldschöpfung hat, warum muß er sich dann bei privaten Banken verschulden? Warum zahlt er dann Zinsen und an wen?

    • #2 von erikschueler am März 16, 2013 - 9:50 am

      So weit so gut, aber es werden doch weiterhin Löhne gezahlt, die in keinem Maßstab zu setzen sind.

      • #3 von Paul W. am März 16, 2013 - 2:52 pm

        Was hat dieser Satz mit meiner Ausführung zu tun? Was bedeutet die Zeitangabe „weiterhin“?

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