Philosophie heute

51FAnp0fBCL._SL500_AA300_
Viele Menschen belächeln die Geisteswissenschaft Philosophie, weil sie ihr nichts abgewinnen können. Mit ihr kann man keinen vernünftigen Beruf ergreifen und ist deshalb nutzlos. Wer so etwas studiert wird auch gerne als „Spinner“ tituliert und bekommt viele skeptische Blicke, die ausdrücken sollen „Der ist doch bestimmt nicht ganz normal im Kopf.“

Aber wenn wir in der Realität vorbei schauen stellen wir fest, dass Philosophie nur von Menschen studiert wird, welche eine Vorliebe zum Denken haben, also nutzen sie genau das Tool, dass den meisten eher nicht so zu sagt. Das Gehirn. Diese Menschen scheinen dem nach wirklich nicht „normal“ zu sein. Im beruflichen Aspekt ist die „Liebe zur Weisheit“ ebenfalls, wenn es alleine studiert wird, nicht sehr von Bedeutung auf dem Arbeitsmarkt. Daher bleiben nur folgende Möglichkeiten übrig in Branchen: Presse- und Verlagswesen, Hörfunk und Fernsehen, Bibliotheken bzw. Archiven, Tätigkeiten in internationalen Organisationen, in Beratungs- und Sachverständigungsstellen öffentlicher Träger, in der Erwachsenenbildung, in der Lebensberatung im Rahmen philosophischer Praxen oder in Schulen und Hochschulen. Wie man sieht ziemlich nutzlos, diese Geisteswissenschaft.

Für unsere heutige Gesellschaft ist Philosophie, aber durch aus wichtig, denn vieles verdanken wir ihr, wie zum Beispiel die Demokratie (Staatsformen allgemein), unser Denken, geschichtlich bedeutsame Revolutionen und fast alles was sich auf Wissenschaften bezieht. So gilt Aristoteles als Begründer der Logik und ordnete das Wissen seiner Zeit, auch werden wissenschaftliche Begriffe von ihm bis heute verwendet. Die Entstehung der Demokratie im antiken Griechenland ist auf Philosophen zurückzuführen. Unser Denken stützt sich auf den Utilitarismus, welcher von John Stuart Mill und Jeremy Bentham entwickelt wurden ist, nämlich danach zu handeln, welches den Großteil der Beteiligten zufrieden stimmt. Die Französische Revolution konnte nur durch die zwei Philosophen Jean- Jacques Rousseau und Charles- Louis Baron de Montesquieu solche Ausmaße annehmen, denn sie beeinflussten das Denken der Menschen von damals sehr stark.

Die Philosophie ist eine der wichtigsten Geisteswissenschaften, die wir als Menschen hervorgebracht haben und zieht sich durch unsere gesamte Geschichte. Die Tatsache, dass sie nicht auf halbem Wege liegen geblieben ist, ist Beweis genug für ihre Relevanz in unserem Leben. Ach so, wer Ironie findet darf sie behalten -Ironie hat im Übrigen auch einen philosophischen Anstrich.

„Die Philosophie ist keine Kunstfertigkeit, die man dem Volk präsentiert oder die sich überhaupt zum Vorzeigen eignet, sie beruht nicht auf Worten, sondern auf Taten. Auch wendet man sich ihr nicht zu, um mit angenehmer Unterhaltung den Tag zu verbringen, um die Freizeit vom Makel der Langeweile zu befreien. Sie formt und bildet den Geist, sie ordnet das Leben, bestimmt unsere Handlungen; sie zeigt, was zu tun und zu lassen ist.“ Seneca

Advertisements

  1. Den Menschen verstehen lernen | Mission: "Phönix"

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: