Vermögenssteuer und -obergrenze


Wenn in Deutschland ein Drittel der Superreichen mit ihrem Geld die deutschen Staatsschulden auf null senken können, dann kommt man um eines nicht herum. Die Vermögenssteuer. Jedoch muss dazu noch eine Obergrenze gelegt werden wie viel Geld überhaupt jemand besitzen darf. Jeder Cent über dieser Grenze MUSS abgetreten werden und der Besitzer darf sich aussuchen in welche gemeinnützige Organisation der Überschuss immer fließt. Die Grenze sollte bei 500.000 €uro liegen, diese Grenze scheint mir ganz okay, denn mehr Geld brauch man nun wirklich nicht für ein Leben oder anders ausgedrückt:

„Man soll weder annehmen noch besitzen, was man nicht wirklich zum Leben braucht.“ Mahatma Gandhi

Die Folgen einer solchen Zäsur wären eine starke Mittelschicht, weil diese vom Staat besser gestützt werden können mit dem neuen Geld, Schuldenminimierung von Deutschland auf ein Niveau gegen null und nach einer Weile würde die Arbeitslosenzahl derart zusammenschrumpfen, dass diese kaum noch messbar ist.

Klingt utopisch?

Nein, nicht wirklich. Franklin D. Roosevelt hatte es in seiner Amtszeit mit der Weltwirtschaftskrise zu tun und er hat viele Maßnahmen getroffen um dem Volk eine zukunftsweisende Perspektive zu geben. Er trieb Steuern nach oben bis es richtig wehtat, aber das Geld hatte nicht gereicht und deshalb beschloss er damals auch noch den Reichen das Gold abzunehmen – New Deal. Folgen waren: starke Mittelschicht und Besserverdienende, eine geringe Arbeitslosigkeit und kaum Staatsschulden. Eine Generation konnte in dieser Zeit einer blühenden Zukunft entgegensehen.

Nebeneffekt von Vermögensobergrenze und Vermögenssteuer wäre, dann der Spannungsnachlass zwischen den Klassen, also zwischen arm und reich. Ein Klassenkampf wie er heute existiert wäre nicht mehr da. Der Hass, den einige Arme auf Reiche hatten wegen ihres Geldes, würde einfach verschwinden, diese Situation wäre vergleichbar mit der Wegnahme der Reibefläche für das Anzünden eines Streichholzes; es entsteht kein Feuer. Umgekehrt gilt das auch für die einstigen Reichen.

Versöhnen statt spalten. Eine Demokratie funktioniert nicht so wie sie sollte, wenn die Gesellschaft schon untereinander im Konflikt ist, welcher aber vermieden werden kann.

„Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.“ Martin Luther King

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  1. #1 von Alien am September 2, 2012 - 12:10 pm

    So einfach wird das wahrscheinlich nicht. Aus folgendem Grund: Willst du nur Geldbesitz besteuern oder auch andere Besitzarten? Grundstücke, Häuser, Schmuck, Kunst etc.`Man kann sich leicht arm rechnen, vor allem, wenn man reich ist.

    • #2 von erikschueler am September 2, 2012 - 12:23 pm

      Ich bin kein Wirtschaftsexperte, aber von Leuten zu nehmen, welche zu viel haben, und es denen zu geben die zu wenig haben oder vielleicht gar nichts, ist für mich einfach nur logisch und menschlich. Ich habe nur eine Idee… mithilfe von Leute, die sich auskennen könnte man Pläne für sowas schmieden. Aber leicht ist doch nichts im Leben 😉

  2. #3 von Bundesbedenkenträger am September 2, 2012 - 5:28 pm

    Ach, man kann ja durchaus darüber nachdenken, allen Besitz zu besteuern. Würde vielleicht als negativer Nebeneffekt dazu führen, daß eingenommenes Geld verkonsumiert wird und die Konsumgüter schnell weggeworfen werden, bevor sie zu viel Steuern kosten…
    Freilich kann man sich arm rechnen. Aber Kontostände sind da. Häuser sind da. Teure Autos sind da. Wer sagt denn, daß man einen bestimmten Standard halten können muß? Dann muß eben alles abgetreten werden zur Umverteilung, was zu teuer ist als daß man es halten könnte. Das hindert natürlich wiederum Investitionen, was wir wiederum nicht wollen können, weil man das Geld lieber ausgibt, statt es zu investieren und durch die Investition noch zusätzlich Steuern zahlen zu müssen…

    Aber dieses System mit dem Höchsteinkommen finde ich ja schon länger interessant. Wobei, zugegeben, mir ging es vor allem erst einmal um das Einkommen, nicht um das Vermögen.

  3. #4 von schnitter am September 2, 2012 - 6:46 pm

    Ich würde gern ein für mich viel zu großes Haus tauschen, gegen ein kleineres.
    Gandhi hat völlig recht. Es macht nämlich nur unnütze Arbeit.

  4. #5 von hurenb0ck am September 2, 2012 - 6:50 pm

    Wie wäre es mal selber arbeiten zu gehen? Nicht immer nur anderen was wegnehmen, einfach zur Abwechslung mal was leisten.

    • #6 von erikschueler am September 2, 2012 - 9:11 pm

      Wenn das Arbeiten nicht ausreicht um ein Existenzminimum halten zu können, dann ist der Staat verpflichtet ihm zu helfen durch soziale Leistungen, aber wenn diese immer noch nicht ausreichen, dann gilt es von denen die EINDEUTIG zu viel haben etwas zu nehmen und es den Armen zu geben. Das Proletariat nach Marx ist in Deutschland. Arbeiten ohne genug Geld und keine soziale Anerkennung. Siehe Artikel „Unsere materialistische, kapitalistische Gesellschaft“.

  1. Steuer-Gedankenspiel « ProErde

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