Aus den Augen, aus dem Sinn

Im Mittelalter hat man seinen Müll und seine Stoffwechselendprodukte einfach aus dem Fenster geschmissen. Es war halt normal und man wusste es eben nicht besser. Die Folgen waren: neue Krankheiten, Pandemien und Seuchen.

Heute wird unser Müll verbrannt, recycelt, entsorgt und unser Abwasser aufbereitet für die erneute Verwendung. Zumindest im legalen Bereich.

Geschäftsprinzip: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“

Die billigste Variante seinen Giftmüll oder Atommüll zu entsorgen ist folgende:

„Man sucht sich ein armes Land aus, welches sich nicht wehren kann, wenn große Frachtschiffe an der Küste entlang fahren und Fässer abwerfen mit hoch toxischem Inhalt. Dann nimmt man Kontakt auf mit Leuten, die „Transportunternehmen“ haben mit günstigen Konditionen. Schließlich kommt es zur Einverständniserklärung beider Parteien und der Kontostand freut sich.“

Bestes Beispiel: Somalia

In Somalia selbst mussten schon Fischer eine Umschulung tätigen und zwar zum Piraten.

Warum?

Industrielle Fischfangflotten aus Asien und Europa haben vor der somalischen Küste die Fischbestände so stark dezimiert, dass sie zusammengebrochen sind. Die Gewässer konnten von der Regierung aus Somalia nicht geschützt werden und die Fischer sahen sich gezwungen zu reagieren und ihre Gewässer zu schützen durch Piraterie. In unserer Presse wird dann nur getitelt „Somalische Piraten entern europäische Frachter“, aber der Grund warum die Somalier Piraten geworden sind, der wird nicht genannt, denn man könnte ja zu dem Entschluss kommen: „Ja, das geschieht uns recht.“ Die Bedeutung des Begriffs „Piraten“ ist bei uns eine andere, als bei denen. Piraten, welche sich nehmen was sie wollen und womöglich noch Freude daran haben, das ist unsere Vorstellung, aber bei den Somaliern sind Piraten, Menschen, welche sich nehmen was sie zum Überleben brauchen. Ein entscheidender Unterschied.

Aber weil die Regierung sich nicht wehren kann gegen Industrienationen, kann sie nur zu sehen wie die Küsten und Flächen mit giftigen Fässern und Containern regelrecht zu gemüllt werden. Etwas krank ist auch der Gedanke an einer Küste zu fischen, wo auch Giftmüll zu finden ist. Bestimmt hat man sich den einen oder anderen vergifteten Fisch geangelt. Hoffentlich gibt es strenge Nahrungsmittelkontrollen bei so etwas in den jeweiligen Ländern.

Mehr Informationen zum Giftmüllthema in diesem Video.

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  1. #1 von Alien am August 27, 2012 - 3:51 pm

    Hoffentlich gibt es strenge Nahrungsmittelkontrollen bei so etwas in den jeweiligen Ländern.

    Das wage ich stark zu bezweifeln. Leider.

    • #2 von erikschueler am August 27, 2012 - 4:04 pm

      Dann hat der Eine oder Andere einen „besonderen“ Happen gehabt.

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