Asi- TV- Die künstliche Wirklichkeit

Neuste Scripted Reality- „Dreck“ auf RTL II (Abkürzung für ReTarded Life)

Als erstes vorne weg. Asi ist RICHTIG geschrieben, denn es kommt von asozial. Der Assi ist eine Abkürzung für Assistent, wenn der Asi und der Assi gleich geschrieben werden würden, dann könnte man die beiden überhaupt nicht mehr auseinander halten, also ist es mehr als logisch, dass man der Asi vom jeweiligen Wort asozial ableitet.

So viel dazu und jetzt hin zum eigentlichen Thema des Artikels.

Im deutschen Fernsehen, speziell in den privaten Sendern, läuft sehr viel, was man als Scripted Reality bezeichnet. Einige sagen dazu auch Doku- Soaps, das jedoch ist FALSCH! Eine Doku- Soap basiert auf einer wahren Begebenheit und wird nicht von Schauspielern besetzt, die agierenden Personen sind Personen des reellen Lebens –es gibt auch Ausnahmen. Außerdem existiert kein Drehbuch. Scripted Reality entgegen hat den Hinweis bereits im Namen („scripted“, nach Drehbuch). Das „Reality“ steht nicht zwangsläufig dafür, dass es auf Basis der Realität steht. Nein. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn es werden sich Storys ausgedacht, die einen bestimmten Ablauf folgen und dieser kann auch ausgemacht werden.

Hier ein kleiner Videobeitrag zur Veranschaulichung (Aufbau geht bis 10:19 sollte aber bis zum Schluss gesehen werden 😉 ).

Jetzt könnte man beruhigt sagen:

„Na und? Ist das halt alles fake und asozial. Was ist daran so schlimm?“

Schlimm ist daran, dass der fake- Hinweis so platziert ist, dass dieser dem Zuschauer nicht auffällt oder ihn überhaupt nicht mehr wahrnimmt, weil man sich voll krass daily diesen bullshit reinzieht und ihn für die Reality hält.

Das hat auch die Gesellschaft zur Förderung des internationalen Jugend- und Bildungsfernsehens mithilfe einer Studie bewiesen. Die Studie „ergab im Jahr 2011 nach der Befragung von 861 Schülern, dass nur 22 Prozent der Zuschauer zwischen 6 und 18 Jahren Scripted Reality-Sendungen als fiktiv erkennen. Knapp die Hälfte meint, es würden echte Fälle nachgespielt, und 30 Prozent glauben, es würden die tatsächlichen Erlebnisse der gezeigten Menschen dokumentiert. Insbesondere häufige und jüngere Zuschauer erkennen die Inhalte nicht als Fiktion.“ (Zitat von Wikipedia)

Das heißt: „Je häufiger man diese Formate zeigt, desto mehr Menschen glauben, dass das was sie dort sehen Realität ist.“

Und da junge Menschen immer cool sein wollen ziehen sie im real life Menschen genauso ab, wie sie es zuvor im Fernsehen bei RTL zum Beispiel gesehen haben. Außerdem setzt man auf Sterotype, d. h. dicke Menschen sind dick, weil sie nur fettige Sachen essen und sich nicht bewegen, dass diese Menschen eine Krankheit haben könnten und deshalb so dick sind ist vollkommen außen vor gelassen worden.

Die häufigste Ausrede der privaten Sender ist zu diesem Thema: „Wir bieten dem Zuschauer nur das an, was ER auch sehen will und das wollen die Leute sehen.“

Nur weil etwas gut läuft muss man nicht zur Verrohung der Gesellschaft beitragen, denn irgendwo muss es eine Grenze geben im Gewissen, die einem das verbietet. Wenn diese Grenze fehlt, dann kann der Niveaulimbo losgehen –und das tut er bereits. Also mal schauen, welcher private Sender am tiefsten kommt.

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  1. #1 von Markus Dittrich am August 9, 2012 - 6:03 pm

    Bitteschon 😀

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