Balsam für die Seele

Ganz klar der Mensch braucht neben seinen Grundbedürfnisse an Materiellen auch etwas für seine Psyche.

Und jetzt wird’s interessant!

Nach Erich Fromm und dessen Vertretung vom normativen Humanismus ist im menschlichen Gemüt –genau wie ich gerade oben erwähnte- „Balsam für die Seele“ von Nöten damit der Mensch gesund bleibt, d. h. wenn ein Mensch gewisse psychische Bedürfnisse nicht befriedigt werden können wird der Mensch krank. Daraus kann man jetzt die Gesundheit einer Gesellschaft erschließen, denn die meisten Begierden sind bei jedem gleich.

Wenn man jetzt weiter denkt, dann kommt man zum folgenden Entschluss:

„Jeder Mensch der, ohne körperliche sowie seelische Einwirkung von schweren Ereignissen, alleine durch die Art wie viele leben, geistig krank wird, wird krank, weil wir ihm nicht die Freiheiten lassen, welche er braucht um gesund zu bleiben.“

Demnach wäre ein Psychopath nicht mehr für seine kranke(n) Tat(en) zu verurteilen, weil wir eine Form von pluralistischer „Gewalt“ ausgeübt haben und ihn dazu gedrängt haben, d. h. jetzt nicht, dass wir jeden Psychopathen seinen Bedürfnissen nach gehen lassen sollen, sondern nur, dass wir mal drüber nachdenken und verstehen wie solche Menschen ticken, denn nur so kann man optimale Hilfe geben.

Ja ich weiß eine kranke Vorstellung, dass ein Einzeltäter erzeugt wurde durch uns den Haufen von „Einzeltätern“, aber es lässt sich dadurch auch das Verhalten von katholischen Priestern erklären, welche kleine Kinder sexuell genötigt haben, denn wir wissen alle wie es bei den katholischen Glauben zu geht. Mit dem normativen Humanismus lässt sich sogar psychologisch begründen warum viele katholische Richtlinien gegen die menschliche Natur sind und somit Blödsinn sind.

Abschließend noch etwas zum Nachdenken:

„Der gut angepasste Mensch ist im Hinblick auf die menschlichen Werte oft weniger gesund als neurotische.“ Erich Fromm

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  1. #1 von Human Agency am Dezember 25, 2012 - 1:59 pm

    Erich Fromm setzte beim normativen Humanismus an, weil er sah, wie sich die Welt immer mehr den oberflächlichen Bedürfnissen zuwandte sowie mit welchen Auswirkungen bezogen auf den Menschen zu rechnen sei. Heute sehen wir, dass ein grosses Ungleichgewicht gegenüber den psychischen Bedürfnissen des Menschen vorliegt „wie nie zuvor“. Psychische Erkrankungen und Suizide nehmen fortlaufend zu. Wohlstand wird mehrheitlich immer „noch“ an monetären/materiellen Indikatoren gemessen. Ein Umdenken ist für eine nachhaltige Zukunft des Menschen unerlässlich. Die Zeit wird immer knapper, denn der Mensch verliert fortlaufend immer mehr an Intelligenz und Menschlichkeit. Die Fähigkeit zu Hinterfragen sowie Quer zu denken besitzen nur noch ganz Wenige.

    • #2 von erikschueler am Dezember 25, 2012 - 2:46 pm

      Alle Achtung. Solch eine Umsicht in den Worten zu lesen. Respekt.

      • #3 von Human Agency am Dezember 25, 2012 - 4:45 pm

        Ich denke wir sollten uns vernetzen, um uns gegenseitig zu unterstützen. Es gibt nämlich nicht viele in unserem Alter (Du 93 Jg. Ich 87 Jg.) die sich für ein inneres Wachstum interessieren geschweige den sogar einsetzen. Ich beschäftige mich ausgiebig mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, denn die sind die Zukunft von Morgen. Eine nachhaltige sowie menschliche Entwicklung/Wende kann nur gewährleistet werden, wenn die jungen Lebensteilnehmer daran interessiert, involviert sowie motiviert sind. Die Jugendlichen sollten vermehrt erfahren, dass sich das Leben nicht nur an der Oberfläche (Mainstream) sondern auch Abseits von diesen Dingen (im Spielfeld der nicht materiellen Dingen) abspielt. LG Dani

      • #4 von erikschueler am Dezember 25, 2012 - 7:15 pm

        Es wäre mir eine Ehre, sowie Freude.

      • #5 von Human Agency am Dezember 25, 2012 - 8:15 pm

        Schön, ich danke dir. Ich schlag dir vor, von Erich Fromm das Buch: Die Revolution der Hoffnung für eine Humanisierung der Technik zu lesen und zu studieren, wenn du es noch nicht kennst. Hier ein kleiner Vorgeschmack: http://www.irwish.de/Site/Biblio/Fromm/RevHoff.html

        Für mich, enthält dieses Werk unmengen von produktiven Inputs.

        Ich würde mich geradezu sehr Freuen, wenn wir uns gegenseitig über dieses Werk austauschen könnten.

        Schau doch noch bei Gelegenheit bei The Intelligence vorbei, da hat es immer wieder gute Beiträge sowie Kommentare von Hinterfragenden MitDenkern aus allen Gesellschaftsschichten, da bin auch ich meistens anzutreffen.

        Wünsche dir alles Gute, und lass bitte was von dir hören, denn du hast einen Weg eingeschlagen den ich mit dir Teile und darum sollten wir uns gegenseitig produktiv unterstützen.

        LG Dani

      • #6 von erikschueler am Dezember 26, 2012 - 12:05 am

        Buch wird bestellt und bei der Seite werde ich mal reinschneien.

  2. #7 von Dr. Martin Bartonitz am Dezember 26, 2012 - 10:00 am

    Die Frage beliebt allerdings doch, ob Psychopathen noch heilbar sind oder für die Gemeinschaft verloren gingen. Wir hatten auf meinem Blog die folgenden Artikel zum Thema veröffentlicht:
    Was, wenn im Spiel der Kräfte zwischen Gut und Böse Psychopathen die Gegenspieler wären?
    1 Million Psychopathen in Deutschland – angeboren oder anerzogen?
    Gibt es Schutz vor “dem Bösen” und vor “Psychopathen”?
    http://faszinationmensch.com/2012/05/26/empathie-differenziert-denn-psychopathen-sind-es-auch-nur-nutzen-sie-das-aus/
    Die Seelenfresser
    JA, für mich sind Psychopathen ziemlich arme Socken, die durch unser System, dessen Teil wir alle sind, so gemacht wurden. Manche Menschen haben keine so hohe Resilienz, sich gegen Unterdrückung behaupten zu können. Das Probleme ist nur, dass Psychopathen in diesem System leichtes Spiel haben, an die Schaltstellen der Macht zu gelangen. Und so bestrafen wir uns mit diesen Machthabern wieder selbst. Nur wie kommen wir aus diesem Dilemma wieder raus?
    VG Martin

    • #8 von erikschueler am Dezember 26, 2012 - 11:43 am

      Ich bin dessen nicht sicher, da ich kein Psychologe, Psychotherapeut oder etwas Ähnliches bin. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein psychologisches Gutachten von jeden angelegt werden sollte und keiner in die Politik oder ein hohes Amt kommt, der schwere psychische Abnormitäten aufweist (ständiges Leugnen von Fehlern, starkes Hervorheben von guten Leistungen, den Helden spielen, Alkoholmissbrauch, etc.).
      Dadurch sind wir nicht sicher vor Überraschungen, aber es schränkt den Kreis für Amtsmissbrauch ein. Aber ich bin grad mal 19 Jahre alt, deshalb kann ich nur meine Meinung äußern und nichts wirklich vorschlagen.

      • #9 von Dr. Martin Bartonitz am Dezember 26, 2012 - 11:58 am

        In Nordamerika wird nur zum Häuptling gewählt, der in seinem Leben nachgewiesen hat, dass er im Sinne des Gemeinwohls handelte. Vielleicht braucht es so etwas wie ein Bewertungssystem, in dem jeder seine Reputation aufbauen kann. Aber ob so ein Mensch durch viele wirklich beurteilt werden kann, wenn er nicht sehr persönlich gekannt wird?
        Aber eine Analyse wäre schon hilfreich. Nur, ob da nicht schon wieder Korruption reinkommt?
        Mir will scheinen, dass wir in dem System der Konkurrenz und des Wettbewerbs überhaupt eine Chance haben, noch etwas zu optimieren …
        VG Martin

      • #10 von erikschueler am Dezember 26, 2012 - 12:14 pm

        Der Sinn von einem System mit Wettbewerb ist ja, dass es sich durch den Wettbewerb selbst optimiert, das ist zwar der Fall, aber es läuft schnell aus dem Ruder, wenn man keine Grenzen hat, wie zum Beispiel in der freien Marktwirtschaft. Diese verbunden mit dem Kapitalismus wirft eine Welle der Ungerechtigkeit nach sich, denn kleine Unternehmen haben kaum eine Chance und große Globalplayer beuten Menschen in einem Stile aus, dass das Mittelalter sehr hell und freundlich war. Sklaverei wurde niemals abgeschafft. Sie wurde outgesourcet. Sehr weit weg, wo sie sowieso niemanden interessiert und die Menschen sich nicht wehren können, weil sie arm sind und keine Mittel haben.

      • #11 von Human Agency am Dezember 26, 2012 - 8:25 pm

        Wettbewerb führt mehrheitlich immer zum zerstörerischen Konkurenzkampf und verleitet zum sinnlos Tätigsein. Dagegen, in einem Wirtschaftssystem, dass sich überwiegend aus Kollaboration sowie Kooperation zusammensetzt, besteht eine viel grössere Möglichkeit aufzuatmen sowie selbstbestimmt- produktiv zu arbeiten/wirtschaften. Dr. Martin Bartonitz leistet unteranderem, sehr grosses Engagement für ein solches Wirtschaftssystem. Die Sklaven gibt es auch bei uns, Systemsklaven: arbeiten-konsumieren-schlafen.

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