Der Grat zwischen Mitläufertum und Neutralität

Der Titel spricht in diesem Artikel für sich selbst und das wird sich auch nicht ändern im Laufe dieses Textes.

Um den Grat zwischen Mitläufertum –auch genannt Duckmäusertum- und Neutralität auszumachen ist eine Auseinandersetzung mit beiden Wörtern nötig. Viele Menschen behaupten fälschlicher Weise von sich, dass sie keine sogenannten „Mainstreamer/ Mitläufer“ sind. Das ist meistens falsch, denn sie verkennen die Bedeutung dieses Wortes.

Was bedeutet konkret Mitläufertum/ Duckmäusertum?

Beide Wörter bezeichnen den gleichen bzw. ähnlichen Sachverhalt, nämlich Menschen, welche sich an kollektiven Aktionen beteiligen oder sich der Meinung der Masse anschließen ohne wirklich derselben Meinung zu sein oder die Aktion nur mitmachen, weil es halt alle tun. An dieser Stelle kann man auch vom Gruppenzwang sprechen, auch wenn dieser nur indirekt vorhanden ist, da die Gruppe hier keinen Zwang ausübt. Die Person, welche unmittelbar davor steht sich anzuschließen verspürt dabei jedoch einen inneren Druck/ Zwang. Man will einfach dazu gehören. Es kann dabei auch der Fall sein, dass man komplett einer anderen Meinung ist als der Gesellschaft, der man sich anschließt. Die Gründe dafür könnten sein, dass man einfach nicht die Sympathie verlieren will der Gruppe, welcher man angehört. Angst ist hier ein wesentlicher Faktor, besonders wegen den Folgen. Hier muss ich sagen, wenn man Angst davor hat in seiner Clique seine Meinung offen zu sagen, dann sind die Leute mit denen man verkehrt die Bezeichnung „Freunde“ nicht wert. Ich würde sogar so weit gehen, dass solche Menschen ihre Einstellung, wie Knetmasse, an die momentane Situation anpassen. Der Begriff „Schwamm- oder Knetmassencharakter“ wäre hier angebracht, also Menschen die nicht in der Lage sind eine eigene Meinung zu bilden, charakterlos sind und niemals der Masse widersprechen würden. Sie lassen sich buchstäblich von der momentanen Gesellschaft formen.

So jetzt zur Neutralität und dessen Bedeutung.

Ein Mensch ist neutral, wenn dieser zu einer Problematik zwischen zwei Parteien, mit Grund auf unterschiedlicher Meinung, einen Standpunkt einnimmt der auf beiden Seiten etwas Positives sieht, aber auch etwas Negatives. Jedoch kann es auch heißen, dass er keiner Partei zu stimmt und eine vollkommen andere Meinung hat. Wenn jemand sagt: „Ich hab keine Meinung dazu.“, dann ist er NICHT neutral. Dieser Mensch hat sich entweder noch niemals mit der Problematik auseinandergesetzt und kann sich deshalb noch keine Meinung bilden oder er sagt seine Meinung nicht offen, weil er seine Gruppenzugehörigkeit nicht verlieren will und ist somit ein Mitläufer bzw. ein Mitglied des Duckmäusertums.

Menschen die abseits von jeglicher Gruppe sind, werden Außenseiter genannt. Wer sich länger als fünf Minuten mit dem Grund für ihre „Abseitspostion“ auseinander gesetzt hat, der wird schnell merken, dass diese Menschen nur eine vollkommen andere Einstellung haben können und von dieser Einstellung nicht abrücken wollen. Diese Menschen sind in meinen Augen KEINE Außenseiter, es sind vielmehr Menschen die von ihrer Einstellung überzeugt sind, wenn sie aber ihre Meinung trotzdem der Masse anpassen, dann liegt das am mangelnden Selbstbewusstsein. Sobald solche Menschen mehr Vertrauen in sich bekommen, dann sind sie sicherlich die Letzten, die sich von der Masse mitreißen lassen. Aus diesem Grund sage ich euch, den Lesern:

„Versucht wenigstens zu verstehen warum Menschen eine Abseitsposition einnehmen. Niemanden ist geholfen, wenn ihr sie dafür verurteilt.“

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