Griechenland – Das Pulverfass in der EU

Aus der strahlenden Vergangenheit wird eine düstere Zukunft.

Sparen, sparen und nochmals sparen. Das soll Griechenland tun, aber bitte nicht bei den Rüstungskosten. Die sollten sie am besten noch erhöhen und weiter fleißig Waffen, Panzer und U- Boote kaufen. Von wem? Na von uns! Wir sind schließlich der drittgrößte Waffenexporteur der Welt.

Ob so eine Waffenbestellung abläuft wie bei der drive-in- Stelle von McDonalds?

„Einmal bitte 2.000 Maschinenpistolen von „Heckler und Koch“ zum Mitnehmen, dann hätten wir gerne 20 Panzer und bevor wir es vergessen, 15 „Eurofighter“ an denselben Militärstützpunkt, wie vor vier Wochen, wenn es geht. Danke.“

Ja, ich weiß. So wird das nicht ablaufen. Die Anzahl der Waffen, Panzer und Jets würde viel größer sein. Wozu aber brauch‘ Griechenland den ganzen Schrott? Ganz ehrlich. Ich habe keine Ahnung. Das einzige was ich weiß ist, dass eine griechische Familie aus der Mittelschicht, wenn beide Eltern arbeiten gehen und 2 Kinder haben, ihre Kinder gerade noch so ernähren können. Wo das hinführt, wenn die Wirtschaft in den Erdboden gespart wird und die Menschen zunehmend unzufriedener werden kann sich zwar jeder denken, aber keiner wirklich vorstellen, weil das Elend, wie so oft, einfach viel zu weit weg ist um sich darüber Gedanken zu machen.

Dass sparen das Falsche ist müsste eigentlich unsere Regierung wissen, denn wir haben vor ein paar Jahren in der Wirtschaftskrise ein gigantisches Konjunkturpaket geschnürt. Die Abwrackprämie. Unsere Staatsverschuldung pro Sekunde war dann zwar mal ein paar Monate bei 4.400 €uro, aber momentan liegt sie bei 1.500 €uro, die Schulden sind insgesamt auf 2 Billionen gestiegen und zuvor betrugen sie 1,5 Billionen €uro. Eine Neuverschuldung also von 0,5 Billionen. Die Automobilbranche verzeichnete schöne, schwarze Zahlen und die Wirtschaft boomte. Und genau solche großen Konjunkturpakete muss man in Griechenland schnüren. Anstatt die Löhne zu senken, die Löhne erhöhen. Anstatt die Arbeitsplätze zu streichen, neue Arbeitsplätze schaffen. Anstatt Gelder für Gesundheit und Bildung zu streichen, mehr Gelder in Bildung und Gesundheit investieren. Die Zukunft muss man aufbauen und nicht einreißen.

Die Situation der Griechen und Deutschen lässt sich auch in der folgenden Metapher beschreiben:

Wenn du jemanden erpresst und ihn weiter erpressen willst, dann drück dem Jenigen auf keinen Fall eine Waffe in die Hand.

„Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.“
John F. Kennedy

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  1. #1 von Alien am April 29, 2012 - 5:43 pm

    Mir will auch nicht einleuchten was die „Experten“ von IWF und Co. planen. Es sieht so aus, als wollten sie, dass Griechenland sich kaputt spart, ohne Rücksicht auf soziale Sicherung. Wie soll denn die Wirtschaft wieder anlaufen, wenn keiner mehr Geld hat, etwas zu kaufen? Lohnsenkungen, Rentenkürzungen, Abschaffung von Sozialleistungen. Dadurch machen Läden dicht, weil sich keiner mehr was leisten kann, und schon gibt es noch mehr Arbeitslose. Das ist doch völliger Irrsinn in meinen Augen.

    • #2 von erikschueler am April 29, 2012 - 6:04 pm

      Absolut.
      Die Griechen werden wie Tiere reagieren, wenn sie sich bedroht fühlen.
      Sie werden radikale Gruppierungen bilden oder sich solchen anschließen und unsere Waffen benutzen um ihren Unmut rauszulassen.

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