MASSENmedien – Die Flut der Infos

Jeden Tag strömen mehrere Millionen bis Milliarden von Informationen, wie eine Flutwelle, aus unserer Umwelt auf uns ein und diese werden durch unser Gehirn nach ihrer Wichtigkeit gefiltert, die Informationen, welche für uns wichtig sind nehmen wir bewusst wahr, das kann dazu führen, dass wir nach dem wir auf einem Bus „I’m lovin‘ it“ lesen urplötzlich anfangen Hunger zu bekommen auf einen Hamburger bei McDonalds. Jedoch entgehen uns, durch die unglaubliche Geschwindigkeit der MASSE an eingehenden Informationen, manchmal Ereignisse, die unser Leben nur indirekt betreffen und es gewaltig verändern können. Diese entgehen uns, weil wir das Wissen nicht besitzen um Querverbindungen zu uns selbst aufzubauen. Jene Querverbindungen entstehen jedoch sofort, wenn die betroffene Person merkt, dass das Ereignis xy vor zwei Wochen eine Folge nach sich zieht und man auf einmal direkt davon betroffen ist.

In diesem Fall ist das resultierende Problem nur schwer zu meistern oder überhaupt nicht mehr.

Seit wann aber gibt es so viele Informationen in unserer Gesellschaft, dass wir, für den Moment, unwichtige Details nicht mehr wahrnehmen?

Der Anfang bildete Gutenberg. Nein, nicht der mit dem ehemaligen „Dr.“ vor dem Namen. Gutenberg ist der Erfinder des Buchdrucks. Durch ihn konnte sich überhaupt unsere heutige Wissensgesellschaft bilden. Vor dieser Erfindung wurde das Wissen im Großteil mündlich weitergegeben und konnte leicht verloren gehen. Mit dem Buchdruck war es möglich das Wissen eines einzelnen Menschen nicht nur für die Generationen danach zu erhalten und nachlesbar zu machen, sondern man konnte eine Anzahl an Menschen erreichen, wie es in der Geschichte vorher noch niemals der Fall war. Aber die Geschwindigkeit der Informationen nahm noch weiter zu mit der Erfindung des Radios und später des Fernsehers. Bild und Ton flossen in das kollektive Gedächtnis der Zeit ein und es prägt unsere Gesellschaft noch heute so immens, dass wir manchmal Stunden vor der Glotze verbringen und uns medial berieseln lassen, als wären wir scheintot oder komatös. Dieser Zustand ist die Fokussierung und Bündelung an so vielen Informationen, dass wir alles ausblenden müssen um uns herum, um eben diese Reize wahrzunehmen in ihrer ganzen MASSE. Aber uns reichte die Sintflut an Meldungen aus aller Welt nicht. Wir wollten den absoluten Kick, wie ein Heroinabhängiger seinen Stoff. Wir wollten sekundenschnelle Kommunikation vom Arsch der Welt zum anderen Arsch der Welt. Wir wollten das Internet. Und wir bekamen es. Das Tool der Menschheit um der ganzen Welt, mit einem Mausklick, mitteilen zu können was man in den letzten 30 Minuten gemacht hat. Wir haben also etwas geschaffen was uns mit dem Wissen der beinahe gesamten Menschheit und deren Vergangenheit versorgen kann, wenn wir nur wollen. Leider liegt hier unser größtes Problem. Wir sind so high von der Droge Information, dass wir fast unfähig geworden sind sie vernünftig zu verarbeiten. Fernsehsender, wie RTL die alles tun um die Quote zu pushen, unterhalten uns mit Castingshows, Musik oder den „ganz großen Gefühlen“, weil sie bemerkt haben, dass wir vor lauter Nachrichten aus aller Welt, lieber unser Gehirn vollkommen abschalten wollen, zumal das was im FERNSEHER läuft so FERN ist und wir es nur SEHEN, nicht ertragen müssen oder wollen.

Das Internet ist das Tool, welches wir nur richtig einsetzen müssen, damit wir eben die wirklich wichtigen Informationen wieder bekommen und nicht den nächsten „Superstar“.

„Carpe diem!“ – „Nutze den Tag!“

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